Regionalparks

Regionalpark Döberitzer Heide

In der Döberitzer Heide schubbern sich Wisente an alten Eichen, Przewalski-Pferde galoppieren über offene Heideflächen und scheues Rotwild verbirgt sich hinter hohen Ginsterbüschen. In einem einmaligen Naturschutzprojekt unmittelbar vor den Toren von Berlin und Potsdam hat die Heinz Sielmann Stiftung auf dem früheren Truppenübungsplatz „Döberitz“ fast ausgestorbene Wildtierarten angesiedelt. Erlebnishungrige finden hier auf ausgedehnten Wanderwegen in Sielmanns Naturlandschaft Döberitzer Heide eine vielfältige Landschaft.

Auf etwa 3600 Hektar, dem 17-fachen des Großen Tiergartens in Berlins Mitte, leben heute rund 80 Wisente, 25 Przewalski-Pferde und etwa 90 Rothirsche. Wisent und Przewalski-Pferd waren im 20. Jahrhundert außerhalb von Zoos und Gehegen ausgestorben. In der Döberitzer Heide leben sie wieder frei und kehren zurück zu ihren ursprünglichen Verhaltensweisen. Die großen Pflanzenfresser halten mit ihrer Lebensweise den Pflanzenbewuchs kurz und helfen so, die wertvolle, unter Naturschutz stehende Landschaft der Döberitzer Heide zu erhalten. Die Naturerlebniszone umschließt die Kernzone und ist durch ein gut zugängliches Wegenetz erlebbar.

In der Döberitzer Heide fügen sich unterschiedlichste Lebensräume wie ein Mosaik zusammen. Auf trockenen Anhöhen wachsen auf dem blanken Sand seltene Pflanzengemeinschaften. In den feuchten Senken des Ferbitzer Bruchs betupfen blühende Orchideen die Wiesen mit bunten Farbflecken. Die offenen und halboffenen Flächen sind ökologisch erwünscht, denn sie bieten Lebensraum für viele seltene Arten. Mit der Beweidung durch große Wildtiere in der Kernzone der Döberitzer Heide, wir die Landschaft teilweise offen gehalten. An manchen Stellen muss die Heinz Sielmann Stiftung aber, teils mit schwerem Gerät nachhelfen. Seitdem der Truppenübungsplatz nicht mehr militärisch genutzt wird, erobert der Wald die Fläche Stück für Stück zurück. 

Ohne solche Unterstützung würde nach einigen Jahrzehnten dichter Wald die Landschaft bewachsen. In den vergangenen Jahren und in der Zukunft werden mit Fördermitteln des Landes Brandenburgs und des Bundes die offenen Landschaften erhalten. Die Maßnahmen, dazu gehört auch das Freistellen einiger Waldflächen, bereiten eine dauerhafte Pflege durch Beweidung mit Haustieren oder Mahd vor. So werden die offenen Lebensräume und ihre Spezialisten geschützt.

Regionalpark Döberitzer Heide

Heinz Sielmann Stiftung
Sielmanns Naturlandschaft Döberitzer Heide

Unter den Kiefern 9
14641 Wustermark – OT Elstal
Tel: +49 (0) 33234 248 90

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