Dachverband

Was sind Regionalparks?

Alle Regionalparks zeichnen sich zum einen durch ihre Nähe zu Berlin, zum anderen durch ihre hohen landschaftlichen Qualitäten aus. Landwirtschaft und kleine Dorfstrukturen sowie der oft unmittelbare Übergang zur dichten Bebauung Berlins sind in den Regionalparks die prägenden Merkmale. In einigen Teilen verdichten sich Siedlungsstrukturen zu einem bunten Mosaik an Bebauung und Landschaft. Die Landwirtschaft ist für alle Regionalparks ein bedeutender Wirtschaftsfaktor.

Handlungsfelder

Tagestourismus stärken

Schon heute sind die acht Regionalparks ein beliebtes Ziel für Tagesausflüge und als Marke und Qualitätsmerkmal für touristische Routen, gastronomische und weitere freizeitorientierte Angebote fest etabliert.

Erschließungspotenziale nutzen

Ob mit Fahrrad, zu Fuß oder mit Bus und Bahn – die Regionalparks müssen für Bewohner und Besucher bequem und schnell erreichbar sein. Hierzu sollen für die unterschiedlichen Zielgruppen Verknüpfungen hergestellt, ausgewiesen und qualifiziert werden.

Kulturlandschaft aufwerten

In den Berliner Stadtrandlagen und im unmittelbaren Umland wurden in den 90er Jahren zahlreiche Wohnbau- und Gewerbeflächen ausgewiesen. Der Baulandbedarf ist damit mehr als gedeckt. Jetzt sind verstärkte Anstrengungen erforderlich, um den Wert der Naturräume nachhaltig zu erhöhen und die Kulturlandschaft zu verschönern.

Regionale Produkte vermarkten

In den Regionalparks werden unterschiedliche landwirtschaftliche Produkte erzeugt, die bei den Konsumenten im Ballungsraum Berlin zunehmend nachgefragt werden. Diese regionalen Wirtschaftskreisläufe sollen gestärkt und weitere Wege der Direktvermarktung erschlossen werden.

Regionalparks in der Landesplanung Brandenburg-Berlin

Die Regionalparkidee bietet Entwicklungsansätze, die in ähnlicher Weise ebenfalls in anderen Stadtregionen Deutschlands und Europas verfolgt werden. Ziel ist es, länderübergreifend die Stadt-Umland-Entwicklung zu steuern und unterschiedliche Anforderungen in eine nachhaltige Raumentwicklung zu überführen. Von der Gemeinsamen Landesplanung Berlin-Brandenburg wurden 1998 acht Regionalparks im Landesentwicklungsplan für den engeren Verflechtungsraum Berlin-Brandenburgs festgesetzt. Dabei stellen die Regionalparks kein administratives Planungsinstrument dar, sondern vielmehr ein Angebot der Landesplanung zur Umsetzung regionaler Entwicklungsziele, das von örtlichen Akteuren aufgegriffen wird. Entsprechend haben sich für die acht Regionalparks Interessenvertretungen und Organisationsstrukturen, zumeist in der Rechtsform von Vereinen, gebildet an denen sich Einzelpersonen, Kommunen, Vereine, Verbände und Unternehmen beteiligen.

Gemeinsame Landesplanung Berlin-Brandenburg

Warum ein Dachverband?

Der Dachverband setzt sich für die Erhaltung und Entwicklung der acht länderübergreifenden Regionalparks ein. Ziel ist die Förderung des Austausches und der Zusammenarbeit im Berlin-Brandenburger Stadt-Umland. Der Verein nimmt die gemeinsame Interessenvertretung der einzelnen Regionalparks wahr. Seine Aufgaben sind die Durchführung von regionalparkübergreifenden Projekten, die Information und die Sicherung eines gemeinsamen Erfahrungsaustausches und der Kommunikation unter den Regionalparks, die Einwerbung von öffentlichen und privaten Mitteln, die fachliche Unterstützung der einzelnen Regionalparks sowie die Einbindung von und den Austausch mit nationalen und internationalen Kooperationspartnern in der Regionalentwicklung.

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